Portugieser blauer Portugieser
Der Portugieser ist ein süffiger und frischer Schoppenwein. Ohne all zuviel Tannin ist er schon im Frühjahr trinkbar.
Der Portugieser stammt nicht aus Portugal, sondern kam wahrscheinlich aus Österreich-Ungarn zu uns in die Pfalz.
Pfälzer Schoppen
Für Aussenstehende ist die Handhabung der Trinkgefäße durch uns Pfälzer etwas befremdlich. Also, bei uns ist ein Schoppen ein halber Liter! Und das ist gut so, denn wir Pfälzer haben immer Durst und sind außerdem sehr gesellig: Einen Schoppen trinkt man nicht alleine, das Glas mach seine Runde und geht von Hand zu Hand. Und kreist so ein Schoppenglas erstmal, dann erkennt auch der Fremde, dass dieses Behältnis eine gute Erfindung ist. Frei nach dem Motto: Was annerscht wu ä Blumevas', dess iss bei uns ä Schoppeglas!
Pfälzer Dubbeglas
Ein Schoppenglas ist entweder eine einfache Weinstange oder ein original Pfälzer Dubbeglas. Ersters ist ein einfaches, zylindrisches Gefäß, letzteres ein wahres Kunstwerk: Es ist voller Einbuchtungen, die diesem Trinkgefäß eine besondere Griffigkeit verleihen. Es bewahrt den Pfälzer somit vor seiner größten Sorge: Dass ihm sein Schoppenglas aus der Hand fallen könnte!
Schorle
Laut Lexikon handelt es sich bei der Schorle um ein Erfrischungsgetränk, eine Mischung aus Wein und Mineralwasser. Und wie so vieles in der Pfalz lässt sich auch diese Erfindung auf die alten Römer zurückführen: So hat bereits Julius Cäsar seinen Legionen auf dem Marsch nach Germanien befohlen, Wasser mit Wein zu mischen.
An dieser Reihenfolge hat sich bei einem richtigen Schorle bis heute nichs geändert. Denn nur so ist sichergestellt, dass das Wasser veredelt wird. Macht man's anders'rum wird der Wein verlängert, was den Tatbestand der Panscherei erfüllt!
Eine sehr gute Erläuterung (Ein Gedicht in Pfälzer Mundart) der Schorle finden Sie auf den Seiten von Stephan Roch.
