Saarpfalz

Wappen des Kreises Saarpfalz

Der Begriff Saarpfalz hat zwei Bedeutungen: Zum einen sind hier die pfälzischen Gebiete gemeint, die nach dem ersten Weltkrieg dem Saarland zugeschlagen worden sind. Zum anderen wurde dieser Begriff von den Nationalsozialisten genutzt.

Karte der heutigen Saarpfalz

Nach der Zerschlagung der Kurpfalz gehörten zum bayerischen Rheinkreis, Rheinbayern und später der Pfalz auch Teile des östlichen Saarlandes in der Gegend um Homburg und Sankt Ingbert. Der "bayerischen Staatskommissar für die Übergabe westpfälzischer Giebietsteile an das Saargebiet", Heinrich Jolas änderte seine Amtsbezeicnung in "Staatskommissar für die Übergabe der Saarpfalz" um und prägte damit den Begriff "Saarpfalz".

Der nationalsozialistische Gauleiter Bürckel betrieb die Loslösung der Pfalz von Bayern. Dabei legte er sich sowohl mit der bayerischen Staatsregierung als auch mit seinen Parteigenossen an. 1935, nach der Rückkehr des Saarlandes, wurde er zum Reichskommissar zur Rückgliederung ernannt. Der die Pfalz und das Saargebiet umfassende Gau erhielt den Namen "Pfalz-Saar", ab 1936 "Saarpfalz". Zusammen mit dem badischen Gauleiter Wagner meldete Bürckel  am 22. Oktober 1940 seinem Führer die Saarpfalz als "judenrein".