Zeittafel
| 1806 | Der Pfälzer Kurfürst Maximilian IV. Joseph besteigt als König Maximilian I. Joseph den neuen bayerischen Thron. Er herrscht bis 1825. |
| 1816 | Das Königreich Bayern übernimmt die Verwaltung des neuen "bayerischen Rheinkreises". Sitz der Kreisregierung wird Speyer |
| 1817 | Der badische Großherzog legitimiert seine Kinder aus morganatischer Ehe. Ansprüche an Kurpfalz sind nicht mehr einzulösen |
| 1819 | Der Speyerer Regierungsrat Anton Kurz erhält den ersten Ordnungsruf der bayerischen Parlamentsgeschichte |
| 1820/1823 | Bereits am 9. Februar 1820 begann die Aufteilung der 3. Haingeraiden unter den Genossen. Am 23. Dezember 1823 wurde der Teilungsakt von der bayerischen Regierung bestätigt. |
| 1825 | Ludwig I. wird König von Bayern. |
| 1830 bis 1860 | In der Pfalz kommt es zu vermehrter Auswanderung nach Amerika. Auch Weyherer Familien treibt die Not über den großen Teich. |
| 1830/1831 | Vermehrte Gründung von oppositionellen Zeitungen in der Pfalz |
| 1832 | Gründung des Pressvereins "Deutscher Vaterlandsverein zur Unterstützung der freien Presse" in der Pfalz |
| 1832 | Hambacher Fest für "Patrioten". Der Weyherer Johannes Ziegler nimmt mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne teil. |
| 1833 | Die 1832'er werden freigesprochen. Die "Haupträdelsführer" Wirth und Siebenpfeiffer werden in einem folgenden Zuchtpolizeigerichtsverfahren zu geringen Strafen verurteilt. |
| 1834/1835 | Deutscher Zollverein |
| 1837 | Am 23. April wird die Sparkasse Edenkoben gegründet |
| 1845-1852 | Bau der Villa Ludwigshöhe |
| 1846 | Gründung der Liedertafel Weyher |
| 1848 | Revolution in der Pfalz. Ludwig I. muss abdanken. Sein Sohn Maximilian herrscht als König Maximilian II. |
| 1849 | Am 15. Mai wird die provisorische Regierung der Pfalz in Kaiserslautern gewählt. Am 17. Mai sagt sich die Pfalz von Bayern los. Preußische Truppen besetzen die Pfalz und verhängen am 14. September den Belagerungszustand. Bei Annweiler kommt es zu Ausseinandersetzungen. Beim Eintreffen bayerischer Truppen sind die Freischärler bereits geschlagen. Sie schliessen sich den badischen Revolutionären an. |
| 1849 | Preußische Truppen besetzen die Pfalz und vertreiben die pfälzisch-badischen Freischärler |
| 1852-1860 | Ludwig I. besucht die Villa Ludwigshöhe. Bei seinen Abstechern nach Weyher besucht er den Gottesdienst. |
| 1864 | Maximilian folgt dessen Sohn Ludwig II. als bayrischer König. |
| 1870/1871 | Deutsch-Französischer Krieg. |
| 1871 | Gründung des deutschen Kaiserreiches, dem auch das Königreich Bayern beitritt. |
| 1872 | Gründung des "Verschönerungsverein Edenkoben und Umgebung". Erster "Tourismusverband" seiner Zeit. Gründer u.a. Oberförster Weidmann aus Weyher. |
| 1872 | Die Gemeinde erwirbt von der Familie Mantel ein Haus, welches fortan als Schule genutzt wird. |
| 1873 | Weyher erhält eine Feuerspritze. |
| 1874 | Der Giebelschmuck des französichen und des deutschen Tors in Landau werden von Ludwig II. für den Bau von Schloß Neuschwanstein nach Bayern gebracht (Rückkehr 1903, am alten Platz nach dem 2. Weltkrieg) |
| 1880 | Gründung der Pflichtfeuerwehr in Weyher |
| 1883 | Errichtung des Ludwigturmes zu Ehren König Ludwig I. durch den Verschönerungsverein |
| 1884 | Lehrer Magnien beantragt seine Entlassung aus dem Schuldienst, um nach Amerika auswandern zu können |
| 1886 | Der Onkel Ludwig II. übernimmt als Prinzregent Luitpold die Regentschaft |
| 1888? | Errichtung des Schweizerhauses durch den Verschönerungsverein Ende der 80'er oberhalb des Max-Joseph-Platz |
| 1893 | Bau einer Wasserleitung in Weyher |
| 1900-1905 | In Weyher werden Stromleitungen verlegt |
| 1906 | In Weyher wird der Elisabethenverein gegründet.td> |
| 1909 | Am 14. Oktober werden vier Schwestern aus dem Mutterhaus Mallersdorf nach Weyher entsandt. Sie sind in der Krankenpflege und der Kinderbetreuung tätig. Die segensreiche Arbeit der Mallersdorfer Schwestern wurde leider Anfag unsres Jahrtausends eingestellt. |
| 1912 | Dem Prinzregenten Luitpold folgt dessen Sohn als König Ludwig III. |
| 1917 | In Weyher sollen die Glocken eingezogen werden. Mit Verweis auf die ruhmreiche Verteidigung der Glocken gegen dern Erzfreind Frankreich wird nicht das gesamte Geläut eingezogen. |
| 1918 | König Ludwig III. dankt ab. Er war der letzte Pfalzgraf bei Rhein. |
| 7. Oktober 1918 | Deutsches Waffenstillstandsersuchen an den amerikanischen Präsidenten |
| 7. November 1918 | Kurt Eisner (USPD) ruft in München die Republik aus. Ludwig III. dankt ab und geht ins Exil |
| 08.11.1918 - 21.02.1919 |
Ministerpräsident Kurt Eisner, USPD (1867-1919) |
| 9. November 1918 | In Kaiserslautern wird der erste Arbeiter- und Soldatenrat gegründet. Andere pfälzische Städte folgen |
| 11. November 1918 | Waffenstillstandsabkommen das einer bedingungslosen Kapitulation sehr nahe kam, Beginn der "Dolchstosslegende" |
| 26. November 1918 | Die letzten deutschen Truppen verlassen die Pfalz |
| 28. November 1918 | In seinem Tagesbefehl weist General Gérard auf die Tatsache hin, dass "vor wenig mehr als einem Jahrhundert dank unserer großen Vorfahren" die Trikolore schon einmal über dem Rheinland geflattert hat |
| 1. Dezember 1918 | Die Franzosen ziehen "mit klingendem Spiel" in Edenkoben ein. |
| 6. Dezember 1918 | Die französischen deutschen Truppen haben die Besetzung der Pfalz abgeschlossen. Zur Demütigung der Deutschen werden Kolonialtruppen aus Afrika und Asien eingesetzt, "Schwarze Schmach". |
| Dezember 1918 | Der Landauer Chemiker Eberhard Haas gründet die "Freie Pfalzbewegung" |
| 18. Januar 1919 | Beginn der Friedenskonferenz von Versailles |
| 21. Februar 1919 | Eisner wird ermordet. |
| 01.03. - 16.03.1919 | Ministerpräsident Martin Segitz (1853-1927), SPD |
| 17.03.1919 - 14.03.1920 | Ministerpräsident Johannes Hoffmann (1867-1930), SPD Der Pfälzer Johannes Hoffmann war der erste demokratisch gewählte Ministerpräsident Bayerns. |
| 7. April 1919 | In München wird eine Räterepublik ausgerufen. Das Kabinet Hoffmann verlegt den Regierungssitz nach Bamberg. |
| 1. Mai 1919 | Niederschlagung der Räterepublik |
| 1. Juni 1919 | Ausrufung der selbständigen Pfälzischen Republik durch Haas. Er findet jedoch keinen Rückhalt bei der Beamtenschaft, den Parteien sowie der Bevölkerung. Der Umsturzversuch scheitert |
| 28. Juni 1919 | Versailler Vertrag: Abtrennung der Saarpfalz, Besetzung des Rheinlandes für 15 Jahre festgeschrieben. Bevölkerung ist für separatistische Ideen wenig empfänglich. |
| 28./29. August 1919 | Generalstreik in der Pfalz. Richtet sich gegen die Franzosen |
| 20. Oktober 1919 | Paris zieht diskreditierten Generäle (z.b. Gérard) ab |
| 10. Januar 1920 | Die Interallierte Rheinlnadkommission unter dem Vorsitz des französischen Oberkommissars Paul Tirard nimmt in Koblenz ihre Arbeit auf |
| 12.02.1920 | Die Ortsgruppe des Pfälzerwald-Vereins Weyher wird gegründet. Sie ist 40 Mitgleider stark. |
| März 1920 | Kapp-Putsch in München. Regierung Hoffmann tritt zurück |
| 16.03.1920 - 11.09.1921 | Ministerpräsident Gustav Ritter von Kahr (1862-1934), parteilos |
| November 1920 | Hitlerputsch in München |
| 1922 | Auf dem Friedhof wird das von Emanuel Bachtler gestifte Kreuz errichtet. |
| 21.09.1921 - 02.11.1922 | Hugo Graf von und zu Lerchenfeld auf Köfering und Schönberg (1871-1944), BVP |
| 08.11.1922 - 05.05.1924 | Eugen Ritter von Knilling (1865-1927), parteilos |
| 11. Januar 1923 | Franzosen marschieren ins Ruhrgebiet ein. Bevölkerung leistet passiven Wiederstand, den die Franzosen mit der Ausweisung von Beamten und Bürgermeistern beantwortete. |
| März 1923 | Franzosen schieben tausende von Eisenbahnern über den Rhein ab. Bahn wird unter der Regie der Franzosen (Regiebahn) betrieben. Der passive Wiederstand wird gewaltätig, es kommt zu Anschlägen auf die Bahn |
| 1923 | Das Reich kümmert sich nicht mehr um die Pfalz, Pfälzer fühlen sich alleingelassen. Arbeitslosigkeit in der Pfalz wächst enorm. Inflation wächst ins Uferlose, pfälzische Städte und Gemeinden drucken Notgeld. |
| 26. September 1923 | Gustav Ritter von Kahr wird in München zum Generalstaatskommissar Bayerns erhoben. Er ist mit diktatorischen Kompetenzen ausgestattet, gehört der äußersten Rechten an, und möchte zum Vorkriegsstatus zurück. München wird zur Hauptstadt der "Bewegung" |
| 21. Oktober 1923 | In Aachen wird die Rheinische Republik ausgerufen |
| 23. Oktober 1923 | Der ehemalige bayerische Ministerpräsident Johannes Hoffmann (Kaiserslautern) erklärt sich mit einigen Sozialdemokraten bereit, einen unabhängigen Pfälzischen Staat innerhalb des Deutschen Reiches zu gründen. Der Vorschlag stößt bei der Beamtenschaft und den Parteien auf Ablehnung. Auch die pfälzische Sozialdemokratie distanziert sich von Hoffmann |
| November 1923 | Vom 6. bis 10. November erobern die Separatisten unter Franz-Josef Heinz (Heinz-Orbis) wichtige pfälzische Städte. Am 12. November proklamiert Heinz-Orbis in Speyer die Autonome Pfälzische Republik. In der Nacht vom 18. auf den 19. November wird in Edenkoben die separatistische Fahne auf dem Stadthaus gehisst. Der Ortsgeistliche von Herxheim lässt täglich drei "Vater unser" für die "Bekehrung" der Autonomisten beten. |
| 26. September 1923 | Gustav Ritter von Kahr wird in München zum Generalstaatskommissar Bayerns erhoben. Er ist mit diktatorischen Kompetenzen ausgestattet, gehört der äußersten Rechten an, und möchte zum Vorkriegsstatus zurück. München wird zur Hauptstadt der "Bewegung" |
| 1924 | Die Borngasse wird gepflastert. Die Weyherer Pfälzerwäldler möchten den Verfall des Schweizer Hauses aufhalten, und nehmen daher Verhandlungen mit dem Hauptverein und der Gemeinde auf. |
| 9. Januar 1924 | Ein rechter Trupp unter dem Kommando Edgar Jungs ermordet in Speyer Heinz-Orbis. Bischof Dr. Ludwig Sebastian verweigert Heinz-Orbis kirchliches Begräbnis. |
| 12. Februar 1924 | Mit dem Sturm auf das Bezirksamt in Pirmasens endet die separatische Episode in der Pfalz. Es kommen 23 Menschen zu Tode, es gibt viele Verletzte |
| 4. Mai 1924 | Aus den Land- und Reichstagswahlen gehen die KPD, "Vereinigte nationale Rechte" (DVP und DNVP) und "Völkischer Block" (Tarnorganisation der Hitlerpartei) als Sieger hervor |
| 28.06.1924 - 15.03.1933 | Ministerpräsident Heinrich Held (1868-1938), BVP |
| 1925 | Reblaus, Heu- und Sauerwurm leisten ganze Arbeit: Es kommt zu einem fast vollständigen Ernteausfall. |
| 1926 | Gründung des Turn- und Sportvereins am 7. Feburar. Der Verein hatte vom Start weg 44 Mitglieder deren Zahl sich bis zum Ende des Jahres verdoppelte. |
| 1927 | Am 28. August findet das erste Waldfest des TSV statt. |
| 1929 | Zweites Waldfest des TSV. Beginn der Planungen für ein eigenes Schwimmbad. |
| 30. Juni 1930 | Die französiche Besetzung des Rheinlands endet (früher als im Versailler-Vertrag vorgesehen). Der Jubel ist groß, es kommt zu Ausschreitungen gegen Separatisten. Hindenburg besucht die Pfalz |
| 06. Juli 1930 | Feierliche Einweihung des Weyherer Schwimmbades. |
| 30.01.1933 | Machtübernahme. Hitler wird Reichskanzler. |
| 20.02.1933 | SA überfällt Umzug der Pfalzwacht (die Schutzorganisation der kath. Parteien Zentrum und BVP) im Anschluß an eine politische Veranstaltung mit dem ehemaligen Reichskanzler Brüning in Kaiserslautern. Es gibt zahlreiche Verletzte. |
| 10.03.1933 | Machtübernahme der Nazis in Bayern und der Pfalz (Gleichschaltung). |
| März 1933 | Errichtung von Internierungslagern für "Schutzhäftlinge" in Lachen-Speyerdorf, Landau und Enkenbach. Auflösung im Frühsommer 1933, ein Teil der Häftlinge kommt ins KZ Dachau. |
| 16.03. - 12.04.1933 | Ministerpräsident Franz Xaver Ritter von Epp (1868-1946), NSDAP |
| 12.04.1933 - 01.11.1942 | Ministerpräsident Ludwig Siebert (1874-1942), NSDAP |
| 01.04.1933 | Massierter Boykott jüdischer Geschäfte, Büros und Kanzleien. |
| April 1933 | Die erste Verfolgtungswelle erreicht ihren Höhepunkt. Gegen Ende April wird in allen Gemeinden (also auch in Weyher) der Gemeinderat "umgebildet" und die Bürgermeisterstellen von Nazis eingenommen. |
| 10. - 13.05.1933 | Bücherverbrennungen im gesamten Reich, so auch in Edenkoben und Landau. |
| 22.06.1933 | Verbot der SPD |
| 26.06.1933 | Die Bayerische Politische Polizei (BPP) veranlasst die "Schutzhaft" sämtlicher Mandatsträger und Funktionäre von Zentrum und BVP. Nach Mandatsverzicht und Verpflichtung zum Rückzug aus dem politischen Leben können sie wieder freikommen. |
| 01.01.1934 | Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses |
| April 1934 | Die Pfalz bleibt von Auswirkungen des Röhmputsches relativ verschont. |
| 102.08.1934 | Reichspräsident Hindenburg stirbt. |
| Sommer und Herbst 1934 | KdF-Touristenzüge bringen über 300.000 Übernachtungen im Sommerhalbjahr. Das kommt den Winzern mit ihrer Rekordernte von 1,25 Mio. Hektolitern gerade recht. |
| 01.01.1935 | "Deutsche Gemeindeordnung" beseitigt das Selbstbestimmungsrecht der Kommunen. |
| 13.01.1935 | Abstimmung im Saarland. Nach dem Anschluß des Saarlandes wird der Parteigau in Pfalz-Saar umgenannt. |
| 19.-20.10.1935 | Festliche Einweihung der Deutschen Weinstraße. Gauleiter Bürckel realisiert eine bereits Ende der 20er Jahre entstande Idde auf. Diese Förderung des Weinabsatzes sowie die Einrichtung vieler Weinpatenschaften zwischen Städten im Reich und pfälzischen Weinbauorten erweist sich als wirkungsvolle Fremdenverkehrswerbung. |
| 1936 | In Weyher werden die letzten Häuser an das Wassernetz angeschlossen. |
| 13.01.1936 | Umbenuung des Parteigaus in Saarpfalz. Gauleiter Bürckel wird zum Reichskommissar für das Saarland bestellt. |
| 07.03.1936 | 30.000 Reichswehrsoldaten marschieren in die linksrheinische entmilitarisierte Zone ein. |
| 01.10.1936 | Aus der Bayerischen Pilitischen Polizei wird die Geheime Staatspolizei (Gestapo). |
| 18.10.1936 | Feierliche Eröffnung des Deutschen Weintors in Schweigen. |
| Januar 1937 | Bürckel lässt Führerbilder an Stelle der Kreuze in den Schulen aufhängen. In Frankenholz protestieren die Eltern mit einem Schulstreik. Als sich Bischof Sebastian für seine Schäfchen einsetzt, nutzt Bürckel dies zur Auflösung der Konfessionsschulen und Einführung dr christlichen Gemeinschaftsschulen. Bürckel war im Zivilberuf Lehrer. |
| Sommer 1937 | Bei einem verheerenden Unwetter kommen im nahen Edesheimer Freibad zehn Mädchen ums Leben. |
| August 1937 | Die Sinti in Eußerthal, Gräfenhausen, Landau und Stein werden zu "genealogischen Zwecken" erfasst. |
| 13.03.1938 | Wiedervereinigung oder Anschluß von Österreich. |
| 28.05.1938 | Hitler befiehlt Ausbau des Westwalls. Der Massenarbeitseinsatz verwandelt den süd- und westpfälzischen Raum in eine einzige Großbaustelle. |
| Juni 1938 | Erste Deportationen pfälzischer Sinti in die KZ Dachau, Buchenwald und Mauthausen. |
| 09.-10.11.1938 | In der Progromnacht werden in der Pfalz elf Synagogen in Brand gesteckt, 18 weitere zerstört. Es kommt zu Mißhandlungen von Juden, die Männer werden nach Dachau verschleppt. Im nahen Edenkoben wird die Synagoge mit Rücksicht auf die nahen "deutschen" Gebäude am nächsten Tag von der mit Musikkapelle anrückenden Edesheimer SA zerstört. |
| September 1939 | Mit Kriegsbeginn Leerung der roten Zone. Abdunklung bis Kriesende (keine öffentliche Straßenbeleuchtung, Abdunklung privater Räume, nächtliche Autofahrten nur mit schmalen Lichtschlitzen). Rationierungssytem für Grundnahrungsmittel endet erst 1948 bzw. 1950! |
| 22.10.1940 | Die noch verbliebenen etwa 1.000 pfälzischen Juden werden in das südfranzösische Gurs verschleppt. Von hier geht es für die meisten später weiter in die Vernichtungslager im Osten. |
| Herbst 1940 | Zunahme der Luftangriffe, hauptsächlich auf Ludwigshafen. |
| Frühjahr 1942 | Bronze ist kriegswichtiger Rohstoff, daher werden von zahlreichen Kirchtürmen die Glocken heruntergeholt. In Weyher opfert man wie bereits im ersten Weltkrieg nur die Petersglocke. Die restlichen darf man in Erinnung an den glorreichen Widerstand gegen den Erzfeind Frankreich behalten. |
| 02.11.1942 - 28.04.1945 | Ministerpräsident Paul Giesler | 1943 | In Weyher werden Brandweiher angelegt. | 15.02.1943 | Die Jahrgänge 1926/27 werden als Luftwaffenehelfer zum Einsatz bei der Flak eingezogen. | Herbst 1944 | Deportation von "Halbjuden" in die Vernichtungslager im Osten. Unter den Deportierten waren auch Kinder. | 28.09.1944 | Gauleiter Bürckel stirbt unter misteriösen Umständen in Neustadt. | Oktober 1944 | Einberufung des Volkssturms. Die Jungen des Jahrgang 1928 werden aufgefordert, sich freiwillig an die Front zu melden. | Mitte Dezember 1944 | Landau kommt unter amerikanischen Artelleriebeschuss. | 16.03.1945 | Der Luftangriff auf Landau wird vom Weyherer Michelsberg aus vom Ortsgeistlichen Michael Wothe beobachtet. Er gelobt, an dieser Stelle eine Kapelle zu errichten, wenn Weyher verschont bleibt. | 21.03.1945 | Kriegsende in Weyher. Bereits am 20. März waren die Amerikaner aus Richtung Kaiserslautern über dne Totenkopf nach St. Martin vorgestoßen. Nach Weyher kommt erst am nächsten Tag eine 2-Mann-Streife. | 25.05.1945 | Kapitän Jennat setzt Jakob Ziegler als Bürgermeister ein. Er wird in den ersten demokratischen Wahlen nach dem Krieg 1946 in diesem Amt bestätitgt. |
