Zeittafel

950 - 960 20. Bischof von Speyer: Gottfried I.
957/960 Bischof Gottfried I. von Speyer überläßt einem "Edlen" Rudolf 22 Morgen in Weyher
962 - 970 21. Bischof von Speyer: Otgar
970 - 986 22. Bischof von Speyer: Balderich
986 - 1004 23. Bischof von Speyer: Rupert
1006 1031 24. Bischof von Speyer: Walter
1024 König Konrad II. (Salier)
1030 Baubeginn des Speyerer Doms
1031 25. Bischof von Speyer: Siefgried I.
1032 - 1033 26. Bischof von Speyer: Reginger
1033 - 1038 27. Bischof von Speyer: Reginbald II. von Dillingen
1038 - 1051 28. Bischof von Speyer: Sigibodo
1039 Beisetzung Konrads II. im unvollendeten Dom zu Speyer
1051 - 1056 29. Bischof von Speyer: Arnold I. Graf von Falkenberg
1056 - 1060 30. Bischof von Speyer: Konrad I.
1060 - 1067 31. Bischof von Speyer: Einhard II., Graf von Katzenellenborgen
1067 - 1072 32. Bischof von Speyer: Heinrich I. von Scharfenberg
1074 - 1090 33. Bischof von Speyer: Rüdiger gen. Huzmann
1081 Die spätere Reichsfeste Trifels wird erstmals schriftlich erwähnt
1090 - 1104 34. Bischof von Speyer: Johannes I., Graf im Kraichgau
1096 Judenverfolgung. Progrome in Speyer, Worms und Mainz
1104 - 1107 35. Bischof von Speyer: Gebhard II., Graf von Urach
1107 - 1123 36. Bischof von Speyer: Bruno, Graf von Saarbrücken
1124 - 1126 37. Bischof von Speyer: Arnold II.
1127 - 1146 38. Bischof von Speyer: Siegfried von Wolfsölden
1146 - 1161 39. Bischof von Speyer: Günther von Henneberg
1146 Die Speyerer Predigt von Bernhard von Clairvaux veranlasst König Konrad III. zum zweiten Kreuzzug
1156 Pfalzgraf Konrad von Staufen
1163 40. Bischof von Speyer: Ulrich von Dürrmenz
1164 - 1167 41. Bischof von Speyer: Gottfried
1173 - 1176 42. Bischof von Speyer: Rapodo, Graf von Lobdeburg
1176 - 1178 43. Bischof von Speyer: Konrad
1178 - 1187 44. Bischof von Speyer: Ulrich von Rechberg
1190 - 1200 45. Bischof von Speyer: Otto von Henneberg
10. Juni 1190 König Friedrich I. "Barbarossa" stirbt beim baden in Kleinasien. Er war auf dem Weg zum 3. Kreuzzug. Seine Truppen kehren nach Deutschland zurück
1190 Im Juli brechen Richard I. "Löwenherz" und Philipp II. von Frankreich zum 3. Kreuzzug auf
1194 Erste Erwähnung eines "Edlen" von wilere (Weyher)
1194 König Richard als Gefangener auf dem Trifels
1200 - 1224 46. Bischof von Speyer: Konrad von Scharfenberg
1204 Debakel beim 4. Kreuzzug. Kreuzfahrer zerstören byzantinische (christliche) Städte. Ende des Kreuzzugs nach Zerstörung Konstantinopels am 12. April 1204
1212 In religiöser Verblendung treten viele Kinder und Jugendliche aus Deutschland den einen "Kinderkreuzzug" zur Befreiung des heiligen Landes an. Viele von Ihnen werden als Sklaven verkauft
1214 Pfalzgraf Ludwig I. ("Kehlheimer")
1224 - 1232 47. Bischof von Speyer: Bernger von Entringen
1228-1229 Im 5. Kreuzzug erhält FRIEDRICH II. durch Vertrag von Sultan ELKAMIL VON ÄGYPTEN Jerusalem, Nazareth und Bethlehem.
1233 - 1236 48. Bischof von Speyer: Konrad von Tann
1237 - 1245 49. Bischof von Speyer: Konrad, Graf von Eberstein
1240 Dürkheim wird leiningisch und erhält die Stadtrechte
1245 - 1272 50. Bischof von Speyer: Heinrich, Graf von Leiningen
1248 Ludwig IX. von Frankreich gerät bei 6. Kreuzzug in Gefangenschaft. Kommt nach Zahlung eines Lösegeldes wieder frei
1255 Hermann von Rietberg überfällt Königin Elisabeth. Seither schlechter Ruf als "Raubritterburg"
1270 Ludwig IX. von Frankreich stirbt auf dem Weg zum 7. Kreuzzug in Tunis an der Beulenpest
1272 - 1302 51. Bischof von Speyer: Friedrich von Bolanden
1274 Landau erhält die Stadtrechte
1275 Neustadt erhält die Stadtrechte
1291 Rudolf von Habsburg stirbt in Speyer und wird im Dom beigesetzt
1302 - 1314 52. Bischof von Speyer: Sigibodo von Lichtenberg
1305 Rietburg geht an das Hochstift Speyer
1314 - 1328 53. Bischof von Speyer: Emich, Graf von Leiningen
1325 Erster bischöflich speyrischer Burggraf auf der Rietburg
1326 Beurkundung des guten Weins in Weyher "boni vini de altenforst"
1327 Lehensmanngericht in Weyher
1328 - 1329 54. Bischof von Speyer: Berthold, Graf von Bucheck
1329 - 1336 55. Bischof von Speyer: Walram, Graf von Veldenz
1329 Der Hausvertrag von Pavia regelt die Trennung des Hauses Wittelsbach in eine pfälzische und eine bayerische Linie sowie die künftige Erbfolge
1330 bischöflich speyrische Burg Rietburg samt Dörfern Weyher und Sankt Martin an Graf Friedrich von Veldenz
1344 Verpfändung von Weyher, Sankt Martin und der Rietburg an Peter Mure, Probst von Wimpfen
1336 - 1363 56. Bischof von Speyer: Gerhard von Erenberg
1348/1350 Die Pest sucht die Pfalz heim. Die Bevölkerung wird dezimiert
1352 Stadrechte für Zweibrücken
1356 In der goldenen Bulle Kaiser Karls IV. wird der hohe Rang des Pfalzgrafen bei Rhein bestätigt
1364 - 1371 57. Bischof von Speyer: Lambert von Born
1371 - 1381 58. Bischof von Speyer: Adolf, Graf von Nassau
1381 - 1396 59. Bischof von Speyer: Nikolaus von Wiesbaden
1388 Bischof Nikolaus von Wiesbaden benötigt Geld für seine Baulust und verpfändet hochstiftliche Einkünfte in Weyher und Sankt Martin
1396 - 1430 60. Bischof von Speyer: Raban von Helmstatt
1396 - 1430 Das Wappen des Bischof Raban von Helmstädt findet sich in dem an der Nordseite des Kirchtums eingemauerten Schlusstein. Die "alte" Kirche muss also im 15. Jahrhundert errichtet worden sein. Allerdings berichtet schon der Lorscher Codex von 777 von einer "Basilika" in Weyher.
1400 Kurfürst Ruprecht III. wird zum König gewählt (König Ruprecht I.)
1410 Tod König Ruprecht I., Erbe wird unter den vier Söhnen geteilt. Entstehung der Linie Pfalz-Zweibrücken-Simmern, des späteren bayerischen Königshauses
1430 - 1433 61. Bischof von Speyer: Adolf, Graf von Eppstein
1438 - 1456 62. Bischof von Speyer: Reinhard von Helmstatt
1456 - 1459 63. Bischof von Speyer: Siegfried von Venningen
1459 - 1464 64. Bischof von Speyer: Johannes Nix von Hoheneck
1464 - 1478 65. Bischof von Speyer: Matthias von Rammung
1478 - 1504 66. Bischof von Speyer: Ludwig von Helmstatt
1504 - 1513 67. Bischof von Speyer: Philipp von Rosenberg
1513 - 1529 68. Bischof von Speyer: Georg, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog von Bayern
1521 Am 1. August 1521 erläßt Bischof Georg von Speyer, Pfalzgraf bei Rhein und Herzog in Bayern für die 3., 4. und 5. Haingeraide eine Geraideordnung. Damit beginnt die Einflussnahme der Speyerer Bischöfe auf die alten Rechte der Geraidegenossen.
1523 Tod des Franz von Sickingen, des letzten deutschen Ritters
1525 Beginn des Bauernkrieges im März 1525. Beginn in der Pfalz am 23. April in Nußdorf. Am 5. Mai Vertrag von Udenheim (Philippsburg) zwischen Bischof und Bauern ("Evangelium rein gepredigt", keine Zinsen und Zehnten an die Geistlichen). Der Bauernkrieg endet mit der Schlacht am Hasenbühl bei Göllheim
1527 Speyer wird Sitz des Reichskammergerichts
1529 - 1552 69. Bischof von Speyer: Philipp von Flersheim
1529 In Speyer endet der Reichstag mit dem Protest der evangelischen Minderheit, seither "Protestanten"
1541 Kaiser Karl V. bestätigt Bischof Philipp II. Freibriefe, Rechte und Besitzungen des Hochstifts. Darunter auch die hohe und niedere Gerichtsbarkeit zu Weyher.
1552 - 1560 70. Bischof von Speyer: Rudolf von Frankenstein
1552 Weyher wird durch die Raubzüge des Markgrafen Albrecht von Brandenburg stark in Mitleidenschaft gezogen.
1555 Augsburger Religionsfriede.
1560 - 1581 71. Bischof von Speyer: Marquard von Hattstein
1563 Heidelberger Katechismus
1578 Pfalzgraf Johann Casimir gründet in Neustadt das Casimirianum. Hier finden die vom Luthertum des Kurfürsten Ludwig VI. bedrängten Heidelberger Theologen eine neue Wirkungsstätte
1580 Die Gemeinde Weyher kauft von Bischof Markward von Speyer 40 Morgen Wiesen
1581 - 1610 72. Bischof von Speyer: Eberhard von Dienheim
1606 Gründung der Stadt Mannheim durch Kurfürst Friedrich IV
1608 Bau des Weyherer Rathauses (Türmel)
1610 - 1652 73. Bischof von Speyer: Philipp Christoph von Sötern
1613 Kurfürst Friedrich V. heiratet Elisabeth Stuart, die Tochter König Jakob I. von England und Schottland
1618 "Prager Fenstersturz", Beginn des dreißigjährigen Krieges
1619 Böhmische Stände wählen Friedrich V. von der Pfalz zum König von Böhmen
1620 böhmische Niederlage in der Schlacht am "Weißen Berg", Ende des "böhmischen Abenteuers"
1622 Eroberung Heidelbergs durch die kaiserlichen unter Tilly. Maximilian von Bayern erhält die pfälzische Kurwürde und überläßt dem Papst die berühmte "Palatina"-Bibliothek
1632 Friedrich V. ("Winterkönig") stirbt
1618/1648 Im dreißigjährigen Krieg wird die Pfalz sehr stark verwüstet, ganze Orte werden dem Erdboden gleichgemacht. So verschwinden die Weyherer Nachbarorte Altenforst und Modenbach gänzlich von der Landkarte, während Weyher ganz gut über diese Zeiten gekommen ist
1648 Nach Ende des dreißigjährigen Krieges erhält Karl-Ludwig eine verkleinerte Kurpfalz zurück, er arbeitet an dem "Pfälzischen Wunder"
1648 Im "Westfälischen Frieden" bleibt Landau zwar Reichsgebiet, wird aber als Mitgleid des elsässischen Zehn-Städtebundes dem französichen König Ludwig XIV. als "Reichsvogt" unterstellt
1652 - 1675 74. Bischof von Speyer: Lothar Friedrich von Metternich
1667 Weyher zählt 142 Einwohner
1671 Die Tochter des Kurfürsten Karl Ludwig, Elisabeth Charlotte ("Liselotte von der Pfalz") heiratet den Herzog von Orléans, den Bruder König Ludwig XIV.
1671/1678 Im "holländischen Krieg" wird die Pfalz schwer heimgesucht.
1677 - 1711 75. Bischof von Speyer: Johann Hugo von Orsbeck
1685 Tod des Kurfürsten Karl Ludwig, es erbt Philipp Wilhelm aus der katholischen Linie Pfalz-Neuburg
1688/1697 Pfälzischer Erbfolgekrieg (Orléanscher Krieg), ausgelöst von Ludwig XIV., führt zu großen Zerstörungen in der Pfalz
1689 Weyher wird durch einen Brand sehr stark zerstört. Die französischen Truppen unter General Melac befolgen den den Befehl ihres Königs "de brûler le Palatinat" nur zu gut.
1697 Im Frieden von Rijswijk behält Ludwig XIV. Landau und Straßburg
1688/1691 Landau wird nach Plänen Vaubans zur Festung ausgebaut
1701/1714 Spanischer Erbfolgekrieg, Landau wechselt wiederholt den Besitzer
1709 Die erste große Auswanderungswelle nach Amerika setzt ein. Der Begriff "Palatines/Pfälzer" wird zum Synonym für deutsche Auswanderer
1711 - 1719 76. Bischof von Speyer: Heinrich Hartard von Rollingen
1712 In Weyher beginnt man mit dem Umbau der Kirche
1714 Kurbrunnen in Edenkoben wird entdeckt. Beginn des "Tourismus" in unserer Gegend
1716 Die neue Kirche in Weyher wird geweiht
1719 - 1743 78. Bischof von Speyer: Damnian Hugo Philipp, Graf von Schönborn
1723 1723 zählte man in Weyher 306 Ledige, 84 Väter und 106 Mütter.
1725 Die Finanzkammer des Bischof Damian Hugo von Schönborn führt die Versteigerung einer Musiklizenz im Hochstift ein
1733 In Weyher wird die "Frühmessglocke" durch Johann Jakob Speck aus Bruchsal gegossen
1740/1742 Der Jude Salomon aus Arzheim kauft für 14 Gulden das Recht, in den Jahren 1740 bis 1742 in Weyher zu musizieren.
1742 Karl Theodor aus der Linie Pfalz-Sulzbach erbt die Besitzungen der Linie Pfalz-Neuburg incl. der Kurpfalz
1743 - 1770 78. Bischof von Speyer: Franz Christoph von Hutten
1749 Die restlichen drei Glocken des "weltberühmten" Weyherer Geläuts werden durch Meister Speck aus Bruchsal gegossen
1749 Das "weisse Bild" wird errichtet
1757 Bischof Franz Christoph erläßt eine 104 Paragraphen umfassende Geraideordnung und erregt damit den Widerspruch der Geraidegenossen.
1758 Kaiser Franz entscheidet im Streit zwischen der 3. Haingeraide und dem Bischof Franz Christoph von Speyer für die "Weyherer"-Partei. Die uralten Rechte der Geraidegenossen müssen beachtet werden.
1770 - 1797 79. Bischof von Speyer: Damian August Philipp Karl, Graf von Limburg-Styrum
1777 Karl Theodor erbt gemäß dem alten Hausvertag von Pavia das bayerische Herzogtum. Er verlegt die Hauptresidenz nach München
1785 Die "Allgemeine Ordnung für die niederen Schulen im Hochstift Speier" wird erlassen
1789 Französische Revolution
1791 Gründung eines Jakobiner-Klubs in Landau
1792 Die Pfalz und Weyher werden Kriegsschauplatz
1793 Wahlen in der Pfalz werden boykottiert
1793/1794 Kämpfe am "Schänzel" bei Edenkoben, Weyher liegt mitten im Kampfgebiet
1794 Im "Plünderwinter" 17932/1974 wurden in Weyher wie in vielen Gemeinden der Pfalz die Glocken von Türmen geholt, um in Kanonen umgeschmolzen zu werden. Einige mutige Bürger brachten die Glocken jedoch in sicherheit
1797 - 1810 80. Bischof von Speyer: Philipp Franz Wilderich Nepomuk, Graf von Walderdorff.
1798 Die Pfalz gehört zum Departement Donnersberg, einige Teile der Südpfalz kommen zum Departement Bas-Rhin mit Sitz in Straßburg
1799 Napoleon kommt durch einen Staatsstreich an die Macht
1801 Mit dem Frieden von Lunéville werden die linksrheinischen Gebiete als französisches Staatsgebiet bestätigt. Ende der Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer
1803 Reichsdeputionshauptschluß beendet geistliche Territorialherrschaft und hebt Kurfürstentum der Pfalz auf. Die Kurpfalz und das Hochstift Speyer gibt's nicht mehr. Bischoff Philipp Franz Wilderich Nepomuk, Graf von Walderdorff übt sein Amt nur noch im Rechtsrheinischen aus.
1804 Die zehn Jahre versteckten Glocken von Weyher kommen wieder an ihren angestammten Platz hoch oben im Turm
1804 Napoleon krönt sich selbst zum Kaiser