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Riesling
Riesling (weißer Riesling)
Der Riesling ist der "König der Weißweine" und die Pfalz ist ja von altersher die Heimat der Könige!
Riesling: Der König unter den Weisweinen!
Bereits im 15. Jahrhundert ist der Anbau des Riesling belegt. Die Größe der Beeren, die Frostfestigkeit und die lange Reifezeit zeigen die Verwandschaft mit der Wildrebe.
Die Herkunft des Namens ist noch nicht ganz geklärt:
Steht das Wort Riesling mit Verrieseln, mit reißender Säure, mit "edles Reis" oder mit Rusling (dunkles Holz) im Zusammenhang?
Silvaner
Silvaner grüner Silvaner
Der Wein aus der Silvaner-Rebe zeichnet sich durch eine feine Säure aus.
Silvaner: Ein guter Schoppenwein!
Der Silvaner stammt nicht aus Transsylvanien (Rumänien). Wahrscheinlicher ist als Österreich als Herkunftsland. Belegt ist, dass im Jahr 1665 ein Zisterzienser-Abt Alberich Degen aus dem fränkischen Steigerwald die Rebe nach Deutschland brachte. Von Franken aus erreichte sie andere Anbaugebiete wie das heutige Rheinhessen, die Pfalz oder die Nahe.
Der Wein wurde je nach Religion des Winzers anders bezeichnet: Bei den katholischen Winzern hies die Rebe noch bis vor wenigen Jahrzehnten "Franken", bei den evangelischen Winzer dagegen "Österreicher".
Weißburgunder
Weißburgunder weißer Burgunder
Der Weißburgunder ist trocken ausgebaut, mit frischer Säure und feiner Frucht einer meiner persönlichen Favoriten!
Weißburgunder: Eigentlich ein Spätburgunder!
Der Weißburgunder ist eine sehr alte Sorte. Entstanden aus einer Mutation des Grauburgunder, der seinerseits aus dem Spätburgunder entstanden ist.
Müller-Thurgau
Müller-Thurgau Rivaner
Trocken ausgebaute Weine der Müller-Thurgau-Rebe ab Spätlese aufwärts werden heute auch als Rivaner angeboten. Die Bezeichnung Müller-Thurgau tragen die süffigen Weine aus dieser Traube.
Müller-Thurgau: Rivaner ist falch!
Der Müller-Thurgau geht auf eine Züchtung von Professor Hermann Müller aus dem schweizerischen Thurgau zurück. Lange Zeig glaubte man, dass diese Rebe auf eine Kreuzung Riesling x Silvaner zurückgeht. Daher auch das heute noch gebräuchliche Synonym Rivaner. Neuer Forschungen ergaben, dass es sich um eine Krezung von Riesling x Madeleine royale handelt.
Professor Müller (1850 bis 1927), züchtete in der Forschungsanstalt Geisenheim diese Rebsorte. In der schweizerischen Forschungsanstalt Wädenswil wurde die Sorte weiterentwickelt und 1913 nach ihrem Züchter benannt.
Ruländer
Ruländer grauer Burgunder
Die Weine aus dieser Traube werden trocken und säurebetont ausgebaut als Grauer Burgunder vermarktet. Gehaltvolle Weine, mit einer betonten Süße hingegen kommen als Ruländer auf den Markt.
Ruländer: Pfälzer Rebe mit Geschichte!
Von Burgund gelangte er in die Schweiz und nach Ungarn und vermutlich von dort im 14. Jahrhundert in unsere Regionen. Die französische Bezeichnung Pinot geht auf das französische "pin" (Kiefer) zurück und beschreibt die an Kieferzapfen erinnernde Traubenform. Die Bezeichnung Ruländer geht auf den Kaufmann Johann Ruland zurück, der 1711 im pfälzischen Städtchen Speyer in einem Garten die (ihm unbekannten) Burgunderreben vorfand und vermehrte. Die hohe Qualität der Weine überzeugte die Winzer wohl schon im 19. Jahrhundert; stolz gaben sie der Sorte regional unterschiedliche Namen, die zwischenzeitlich verschwunden sind. "Ruländer" ist der Name, unter dem die Rebsorte klassifiziert ist, "Grauer Burgunder" und "Grauburgunder" sind die für deutsche Weine dieser Sorte zulässigen Synonyme.
Spätburgunder
Spätburgunder blauer Burgunder
Ist der Riesling der König der Weißweine, so ist die Spätburgunde-Rebe die Königin der Rotweine.
Spätburgunder: Der König der Rotweine!
Die Rebsorte Spätburgunder oder Pinot Noir zählt zur Burgunderfamilie. Diese gehört wohl zu den frühesten aus den Wildreben im westlichen Mitteleuropa ausgelesenen Sorten. Im 16. Jahrhundert stand sie vermutlich in der Pfalz.
Schwarzriesling
Schwarzriesling Müllerrebe
Schwarzriesling: Der Champagner-Wein!
Die Rebsorte ist in der Pfalz seltener verbreitet, Hauptanbaugebiet in Deutschland ist Württemberg. Die Traube stellt an Boden und Klima geringere Ansprüche als der Spätburgunder und gilt als spätfrostunempfindlich. Die Trauben liefern einen Wein mit rubin- bis ziegelroter Farbe und fruchtigem Aroma.
In der Champagne ist der Schwarzriesling weit verbreitet und nimmt ca. 30 % der Rebfläche ein. Er gehört neben Chardonnay und Spätburgunder zu den Champagner-Grundweinen.
Dornfelder
Dornfelder
Der Dornfelder ist der Newcomer in der Pfalz. Bereits 1955 gezüchtet fristete die Sorte in Württemberg ein Schattendasein, bevor die Pfälzer Winzer das Potential erkannten und Mitte der 1970er Jahr begann der Siegeszug des Dornfelder.
Dornfelder: Der Aufsteiger!
Der Dornfelder ist die erfolgreichste deutsche Neuzüchtung bei den Rotweinsorten. August Herold (1902 bis 1973) züchtete 1955 im württemberischen Weinsberg den Dornfelder aus den Sorten Helfensteiner und Heroldrebe. Benannt wurde die Sorte nach dem Gründer der Weinsberger Weinbauschule Imanuel Dornfeld.
Dunkelfelder
Dunkelfelder
Der Dunkelfelder ist eine Züchtung des Ökonomierat Gustav Adolf Froelich (1847-1912) aus Edenkoben. Leider sind die Unterlagen dieses Weinbaupioniers nicht erhalten. Daher sind die Eltern des Dunkelfelder unbekannt, vermutlich handelt es sich um Portugieser und Färbertraube.
Dunkelfelder: Lange vergessen!
Der Dunkelfelder ist auch unter dem Namen Purpur oder Froelich V. 4.4. (wenigen) bekannt. Sie stand bereits vor 1939 unter der Zuchtnummer V 4.4. in verschiedenen Sortimenten und überdauerte den 2. Weltkrieg im Scheu-Sortiment der Rebenzüchtungsanstalt in Alzey. Im Jahre 1948 wurden etwa 300 alte Sorten vom Reblauskommisar Hermann Conrad vermehrt und von Fritz Uhl aus Weyher in der Rebveredelungsanstalt Rhodt (an der Germarkungsgrenze zu Weyher) angepflanzt. Von den dortigen Stöcken 276 a und b stammen die Vermehrungen in Neustadt und Geinsheim. Im Jahre 1980 wurde der Dunkelfelder als freie Sorte im Sortenregister eingetragen. Das Fachgebiet Rebenzüchtung und Rebenveredlung der Forschungsanstalt Geisenheim ist als Erhaltungszüchter der Sorte Dunkelfelder eingetragen.
Regent
Regent
Regent ist eine südpfälzer Neuzüchtung. Wie die Landschaft so die Menschen und der Wein: Der Regent liefert feurige, südländisch anmutende Weine.
Regent: Neuzüchtung aus der Pfalz!
Dem Institut für Rebenzüchtung auf dem Geilweilerhof bei Siebeldingen in der Südpfalz gelang im Jahr 1967 die Kreuzung aus (Silvaner x Müller-Thurgau) x Chambourcin. Die französische, etwa 100 Jahre alte Sorte bringt den Resistenzanteil mit ein. Die ersten Kreuzungen mussten über Jahre selektioniert und die besten Einzelstöcke vermehrt werden. Erste Pflanzungen in den Weinbauversuchsbetrieben erfolgten ab 1985. Im Jahr 1993 wurde der Sortenschutz erteilt, zwei Jahre später erfolgte die Eintragung in die Sortenliste, im Jahr darauf die Zulassung für die Qualitätsweinproduktion.
Portugieser
Portugieser blauer Portugieser
Der Portugieser ist ein süffiger und frischer Schoppenwein. Ohne all zuviel Tannin ist er schon im Frühjahr trinkbar.
Portugieser: Süffiger Schoppenwein!
Der Portugieser stammt nicht aus Portugal, sondern kam wahrscheinlich aus Österreich-Ungarn zu uns in die Pfalz.
Acolon
Acolon
Eine Neuzüchtung aus dem württembergischen Weinsberg.
Acolon: Pilzresistente Neuzüchtung
Acolon reift recht früh, erreicht eine hohe Farbintensität und beachtliche Mostgewichte. Neben feinen Fruchtaromen weisen die Weine eine gute Struktur und Länge, aber meist nur eine dezente Gerbstoffnote auf.
Bereits 1971 gelang den Rebenzüchtern in Weinsberg die erfolgreiche Züchtung aus Lemberger x Dornfelder. Aber erst zu Beginn dieses Jahrhunderts kam die Sorte in den Versuchsanbau. Inzwischen ist sie vom Bundesamt für Sortenschutz zum regulären Anbau freigegeben. Der Anbau erfolgt vorwiegend in Württemberg, aber auch in der Pfalz.
Das Leben ist viel zu kurz ...
um schlechten Wein zu trinken!
Deshalb muss man aus der großen Zahl der angebotenen Weine auswählen.
Erfahren Sie mehr über meine Favoriten unter der Vielzahl der Rebsorten.