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Maximilian I. Josef

1806 - 1825

* 27.5.1756 Mannheim + 13.10.1825 Schloß Nymphenburg

Maximilian entstammt der Linie Pfalz-Birkenfeld und erbt 1778 die Grafschaft Rappoltstein, 1795 das Herzogtum Zweibrücken und schließlich 1799 Kurpfalzbayern (Maximilian IV. Joseph)
Im Gegensatz zu seinem Onkel Karl Theodor, der sich Frankreich gegenüber neutral verhielt und auf das österreichische Kaiserhaus vertraute, ging Maximilian Bündnisse ein: Zuerst gegen Frankreich, dann mit Napoleon, der Bayern zum Königreich erhob. Maximilian nahm den Titel des König von Bayern am 26.12.1805 an, die Proklamation erfolgte am 1.1.1806. Als das Ende des Korsen absehbar war, schwenkte er zur europäischen Allianz über.
Als König Maximilian I. Joseph begründete er das bayerische Königstum. Die Preußenkönige bezeichneten ihn und seine Nachkommen gerne als "König von Napoleons Gnaden".
Er heiratete 1785 Auguste Wilhelmine Maria, Prinzessin von Hessen-Darmstadt und in zweiter Ehe 1797 Karoline Friederike Wilhelmine, Prinzessin von Baden (1776-1841).

Die pfälzischen Wittelsbacher in München spekulierten auf ihre alten kurpfälzischen Besitzungen. Anlaß zu derartigen Erwartungen gab die Familiensituation beim badischen Großherzog. Ihm fehlte ein erbberechtigter Nachkomme. Da Maximilian I. Joseph in zweiter Ehe mit Friederike Wilhelmine von Baden verheiratet war, glaubten die Wittelsbacher, daß ihnen nach dem Tode des Großherzogs das badische Erbe zufallen würde. Doch daraus wurde nichts. Der badische Großherzog sorgte im Jahre 1817 dafür, daß seine aus einer morganatischen Ehe hervorgegangenen Kinder durch Gesetz als erbberechtigt anerkannt wurden und erreichte ein Jahr später beim Aachener Kongreß sogar die internationale Anerkennung der badischen Erbregelung. In München beschäftigte man noch viele Jahrzehnte Legionen von Juristen, allerdings ohne Erfolg.

Die bayerische Pfalz behielt das französiche Verwaltungs- und Rechtssystem, auch das Personal wurde weitgehend übernommen. Diese Besonderheit wurde in der bayerischen Verfassung in einem eigenen Zusatz anerkannt

In Weyher benannte man den Platz unterhalb des "Schweizer-Hauses" (das damals noch nicht errichtet war) nach ihm: Max-Joseph-Platz. Einige Weyherer kennen noch den Namen.

(Quelle: Geschichte der Pfalz, Karl Mörsch, 5. Auflage 1994; 1200 Jahre Weyher in der Pfalz 777 - 1977, Herausgeber: Gemeinde Weyher in der Pfalz, 1977; Die Neuzeit, Speyer-Historisches Museum der Pfalz, Herausgeber: Meinrad Maria Grewenig, 1995), Bild: wikipedia