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Hambacher Fest
(27. bis 30. Mai 1832)
Fehlende Industrialisierung, "französisches" Steuerrecht sowie fehlende Zollgrenzen führen in den 1830'er Jahren zu wachsender Unruhe in der Pfalz.
Andererseits findet sich in der Pfalz ein idealer Nährboden für die Entwicklung einer liberalen Presse. Der "Deutsche Vaterlandsverein zur Unterstützung der freien Presse" wird am 29. Januar 1832 gegründet. Bis zum September treten über 5.000 Mitglieder aus allen Ländern des deutschen Bundes bei.
Als "Gegenveranstaltung" zu den bayerischen Verfassungsfeiern am 26. Mai lädt der Preßverein am 27. Mai 1832 zum "Nationfest der Deutschen" auf die Burgruine Hambach ein. Die Resonanz ist überwältigend: Zwischen 20.000 bis 30.000 Menschen werden nach zeitgenössischen Schätzungen unter dem "Schwarz-Rot-Goldenen Banner" mobilisiert.
Die Fürsten sind wenig begeistert, die Rädelsführer werden verhaftet und vor Gericht gestellt. Dase Schwurgericht, ein Erbe aus der französischen Zeit, verkündet einen sentationellen Freispruch.
Eine sehr interessante Zusammenfassung der Hambacher Ereignisse gibt es bei der Landeszantrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz. Sie benötigen den Acrobat-Reader!
(Quelle: Geschichte der Pfalz, Karl Mörsch, 5. Auflage 1994; 1200 Jahre Weyher in der Pfalz 777 - 1977, Herausgeber: Gemeinde Weyher in der Pfalz, 1977; Die Neuzeit, Speyer-Historisches Museum der Pfalz, Herausgeber: Meinrad Maria Grewenig, 1995). Bild: wikipedia