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Schwarz Rot Gold
Das Hambacher Fest war auch die Geburtsstunde unserer noch heute gebräuchlichen Nationalfarben Schwarz-Rot-Gold.
Die Farben kommen vom Lützower Freikorps. Dieses Freikorps des preußischen Major von Lützow rekrutierte sich aus Freiwilligen aus dem gesamten nicht preußischen Deutschland. Ziel war die Befreiung von der napoleonischen Fremdherrschaft. Für viele Freiwillige war dies jedoch nicht genug, sie wollten die Einheit Deutschlands. Aus der Not heraus, entstand der schwarze Uniformrock der Freiwilligen (man konnte die Zivilklamotten einfärben). Desweiteren gerhörten zur Uniform rote Aufschläge, sowie gelbe (goldene) Knöpfe.
Fahnen und Kokarden wurden damals in vielen Orten - hauptsächlich der Vorderpfalz - hergestellt. Diese symbolische Beschwörung eines einigen Deutschland muss für die reaktionären Kräfte besonders provokant gewirkt haben. Jedenfalls wurde nach dem Hambacher Fest das Tragen von Schwarz-Rot-Gold gänzlich verboten. Die bayerische Regierung beauftrage ihre Landcommissariate, hinter die Drahtzieher der "schwarz-rot-goldenen Verschwörung" zu kommen.
Originalfahnen des Hambacher Festes sind mittlerweile sehr selten. Ein solches Exemplar, das abwechselnd in Bonn und in Speyer gezeigt wird, stammt aus Weyher. Die Fahne, hat der damals zwanzigjähre Wirt und Bäcker Johann Ziegler aus Weyher während des Festzugs getragen. Nach dessen Tod im Jahre 1858 wurde die Fahne von Generation zu Generation weitergegeben. Im Jahre 1990 konnte sie vom Historischen Verein der Pfalz gemeinsam mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Bonn) erworben werden. Und so hat auch unsere kleiner Ort Weyher Anteil an der großen pfälzischen und deutschen Geschichte.
(Quelle: Geschichte der Pfalz, Karl Mörsch, 5. Auflage 1994; 1200 Jahre Weyher in der Pfalz 777 - 1977, Herausgeber: Gemeinde Weyher in der Pfalz, 1977; Die Neuzeit, Speyer-Historisches Museum der Pfalz, Herausgeber: Meinrad Maria Grewenig, 1995; Die Entstehung der deutschen Farben, G. Jörgenshaus, http://home/t-online.de/home/Guenter.joergenshaus/srg2.htm; Foto: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn)
