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Mittelalter
Schon gegen Ende des 1. Jahrtausends gehörte Weyher zum Hochstift Speyer. So überlies Bischof Gottfried I. von Speyer im Jahre 957 oder 960 einem "Edlen" Rudolf 22 Morgen Weinberge in Weyher. Andere Quellen gehen davon aus, dass Weyher erst um 1090/1100 unter Bischof Johannes I. an das Hochstift Speyer gekommen ist.
Die große Zeit der Salier begann im Jahre 1024 mit König Konrad II., und dieser folgte mit der Stärkung "seines" Bistums und dem Bau einer eigenen Grablege (Speyerer Dom 1030) für seine Dynastie seinen fränkischen Vorbildern. Die Pfalz, und damit auch Weyher, bildeten zu jender Zeit das Herzland des Reiches. Im Jahre 1039 wurde Konrad II. im noch unvollendeten Dom zu Speyer beigesetzt.
Am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1146 predigte Bernhard von Clairvaux in Speyer. Er wollte König Konrad III. zu einer Teilnahme an dem zweiten Kreuzzug gewinnen.
1156 wurde Konrad von Staufen mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein beliehen. Mit dieser Entscheidung Kaiser Friedrich Barbarossas wurde das wichtige Pfalzgrafenamt erstmals mit unserer Landschaft verbunden, die Pfalz kam zu ihrem Namen.
Im Jahre 1194 fanden in unserer Gegend zwei Ereignisse statt, von denen eines europäische Bedeutung erlangte, und das andere in Vergessenheit geriet: Die erste Erwähnung eines Herren von wilere (Weyher) und die Zeit König Richard Löwenherz als Gefangener des Kaiser Heinrich IV. auf dem nahegelegen Trifels.
Mit dem Bayernherzog Ludwig I. wurde 1214 erstmalig ein Wittelsbacher mit der Pfalzgrafenschaft beliehen. Friedrich II. bedankte sich so für die treue Gefolgschaft der Wittelsbacher zu den Staufern.
Im 13. Jahrhundert bekamen einige pfälzische Orte ihre Stadtrechte: Im Jahre 1240 wurde Dürkheim leiningisch und bekam seine Stadtrechte. 1274 erteile Rudolf von Habsburg Landau das Stadtrecht, und im Jahr darauf Neustadt. Im Jahre 1291 stirbt Rudolf von Habsburg in Speyer, und wird im Dom beigesetzt.
Mit dem Überfall und der Entführung der Königin Elisabeth durch Hermann von Rietberg im Jahre 1255 hatte die Rietburg ihren Namen als Raubritternest weg.
Ich gehe davon aus, dass in Weyher schon zu römischer Zeit Weinbau betrieben wurde. Die erste urkundliche Erwähnung des Weinbaus in Weyher stammt aus einer Urkunde des Klosters Fulda aus den Jahren zwischen 780 bis 802. Die besondere Qualität der Weyherer Weine ("boni vini de altenforst") wurde im Jahre 1326 erstmals schriftlich festgehalten.
Die Wirren der Reformation in der Pfalz (die Kurpfalz wechselte innerhalb von vierzig Jahren schließlich viermal die Religion) gingen an Weyher ziemlich spurlos vorüber. Gegen Ende des 16. Jahrhundert ging es der Gemeinde Weyher wohl ganz gut, denn sie kaufte von Bischof Markward von Speyer im Jahre 1580 40 Morgen Wiesen.