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Königreich Bayern
1816 - 1918
Der Wiener Kongress machte aus der Pfalz ein bayerisches Nebenland: 1816 übernimmt das Königreich Bayern die Verwaltung des neuen "bayerischen Rheinkreises". Speyer wird Sitz der Kreisregierung. Der bayerische Rheinkreis hatte nur wenig mit dem ursprünglichen Kurfürstentum Pfalz zutun, er bestand aus der heutigen Pfalz erweitert um den östlichen Teil des heutigen Saarlandes mit Homburg und St. Ingbert. Erst seit dem Jahre 1838 heist die Pfalz auch offiziell wieder Pfalz.
Die alte Kurpfalz bestand aus vier - jeweils getrennt regierten - Territorien: Bayern, Kurpfalz, Pfalz-Neuburg und Jülich-Berg. Nach dem Ende der napolionischen Kriege wurde das Bild Europas durch den Wiener Kongreß gänzlich umgestaltet. Die Kurpfalz hatte bereits 1801 aufgehört zu existieren, nun wurden die restlichen Gebiete verteilt.
Bereits von Napoleon holten sich 1802 die opportunistisch mit den Franzosen paktierenden Badener große Teile der rechtsrheinischen Pfalz. So gingen die alten pfälzischen Residendenzstädte Heidelberg, Mannheim und Schwetzingen baden.
Die Preußen erhielten die alten Herzogtümer Jülich und Berg. Als Ausgleich hierfür erhielt Maximilian I. Joseph für das Königreich Bayern die hohenzollern-preußischen Besitzungen in Franken (Ansbach usw.).
Österreich verlangte von Bayern Tirol und Vorarlberg. Als Ausgleich hierfür entschädigte man Bayern mit den einst fürstbischöflichen Gebieten von Würzburg und - im heutigen Unterfranken gelegen - mit Teilen von Kurmainz rund um Aschaffenburg. Außerdem wollten die Österreicher von Bayern das bis dahin nie östereischisch gewesene Salzburger Land und das Innviertel mit Braunau. Inn und Salzach sollten zukünftig Bayern und Österreich trennen. Als Kompensation und zur Erfüllung des Versprechens von Ried bot man dem bayerischen König jene linksrheinischen - pfälzischen - Gebiete an, über die bis dahin noch nicht verfügt worden war, obwohl ein erheblicher Teil von ihnen zum alten pfälzisch-wittelsbachischen Erbe gehörte.
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